Tag-Archiv: 3d-druck

Workshop: Digitaluhr selbst bauen

Letzte Aktualisierung am 20. Juni 2020.

Digitaluhr

Wir bauen eine Digitaluhr nach unserem eigenen Geschmack. Der Workshop bietet eine interessante Mischung aus Löten, 3D-Druck und Laserschnitt. Die einzelnen Arbeitsschritte können dabei in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden. Am Tag des Workshops werden wir uns hierfür in 3 Gruppen aufteilen. Der Workshop dient vorrangig dazu, einen Einstieg in das Projekt zu finden. Die Fertigstellung erfolgt dann beliebig im Rahmen der Öffnungszeiten der Starship Factory (siehe Öffnungszeiten).

Datum und Zeit: 18. Juli 2020, 14:00 – 18:00 Uhr

Altersempfehlung: ab 12 Jahre bzw. ab 8 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen

Max. Anzahl Teilnehmer: 9

Anmeldung: Wenn du dabei sein möchtest, dann schreib uns einfach kurz unter der Adresse workshops@rueblitorte.de. Wir werden dir in der Folge die Anmeldung bestätigen und stehen für Fragen zur Verfügung.

Nötige Vorkenntnisse: Bei diesem Workshop darf jeder mitmachen. Wer schon einmal gelötet hat, sich ein wenig mit 3D-Konstruktion auskennt oder mit Vektorzeichenprogrammen, der wird sich leichter tun. Alle anderen brauchen eben ein wenig länger. Der Weg ist das Ziel.

Das musst du mitbringen: Für die Vorbereitung des 3D-Drucks und den Laserschnitt benötigst du ein Notebook. Dieses können wir leider nicht stellen. Für die Vorbereitung des Laserschnitts ist auf dem Notebook idealerweise bereits die Software Inkscape installiert. Für die 3D-Konstruktion nutzen wir eine Web-Applikation (Tinkercad).

Kosten pro Teilnehmer: SFr. 20 für die Teilnahme. Zusätzlich fallen SFr. 13 für den Uhrbausatz und ungefähr SFr. 15 für den 3D-Druck an. Für Mitglieder der Starship Factory fallen lediglich die Materialkosten an.

Das nimmst du am Ende mit nach Hause: eine grell leuchtende Digitaluhr mit der Front und dem Gehäuse deiner Wahl. Die Uhr eignet sich auch hervorragend als Geschenk.

Ersetzen der Silikonschicht beim UV-Harzdrucker B9Creator

Letzte Aktualisierung am 10. Juni 2014.

Beim 3D-Drucken mit dem B9-Creator wird mit Hilfe eines Beamers Schichtweise UV-Harz gehärtet und so in eine Form verwandelt, die nach dem Druck aus dem restlichen noch flüssigen Harz genommen wird. Damit das Harz sich beim Härten nicht mit der Acrylglas-Druckwanne (in den Anleitungen Vat genannt) verbindet, wird eine Beschichtung aus Silikon (PDMS) benutzt. Diese geht leider nach wenigen Drucken kaputt und muss daher regelmäßig erneuert werden.

Wir haben uns für Silikon der Marke Wacker Elastosil 601 mit Shore-Härtegrad 45 entschieden. Es ist im Unterschied zum im Original verwendeten Sylgard 184 lokal erhältlich und hat sogar etwas bessere Klebeeigenschaften am Acrylglas der Druckwanne. Wir werden sehen und berichten, wie es sich mit der Haltbarkeit bei 3D-Drucken verhält.

Zur Erfolgreichen Reparatur der PDMS-Beschichtung mit dem Elastosil benutzt man ab Besten einen Nivelliertisch. Hat man keinen zur Hand, so funktioniert die Do-it-Yourself-Variante bestens: stellt man eine Wasserwaage auf eine Platte mit drei Nivellierschrauben, lässt sich jede Unebenheit schnell ausgleichen.

Für das Anrühren des Silikons empfielt sich eine Briefwaage, da man zwei Komponenten mit jeweils 45g und 5g anmischen muss. Eine auf 1g genaue Waage produziert bei einer Menge von 5g unter Umständen einen Fehler von 10%, da man ja nicht erfährt, ob sich gerade 4.5g oder 5.4g im Becher befinden. Briefwaagen zeigen Zehntelgramm an und haben daher dieses Problem nicht. Mit Briefwaagen und Messbechern sollte ein solches Mischverhältnis daher gut zu erreichen sein.

Da es sich beim UV-Harzdruck um ein optisches Verfahren handelt, bei welchem das Objekt von unten mit UV-Licht bestrahlt wird, ist es wichtig, dass das Silikon möglichst keine Luftblasen enthält, welche die Lichtstrahlen ablenken und stören können. Das von uns verwendete Elastosil besitzt eine hohe Viskosität und braucht daher eigentlich nicht extra entlüftet zu werden, wenn das oben genannte Mischungsverhältnis genau genug ist. Eventuelle Bläschen steigen von alleine auf und zerplatzen an der Oberfläche.

Beheizt man die Wanne zum Aushärten des Silikons auf maximal 70°C, kann sie bereits nach 3-4 Stunden wieder benutzt werden. Allerdings entsteht dabei eine erhöhte Gefahr, dass nicht alle Luftblasen im Silikon bis an die Oberfläche gelangen, bevor es fertig ausgehärtet ist. Ohne Hitze dauert das Aushärten des Silikons bis zu 48h, wodurch das Silikon allerdings wahrscheinlicher blasenfrei ist. Es lohnt sich daher, mit einer Zweitwanne zu arbeiten, um den B9Creator in Betrieb halten zu können.

 
Artec-Drache von Thingiverse
Zum Test haben wir den Drachen von artec3d auf Thingiverse gedruckt. Durch fälschlicherweise unterschiedliche Z-Achsen-Einstellungen im Slicer und Druckprogramm ist dabei eine Streckung enstanden. Verblüffenderweise kann sich das Druckresultat dennoch sehen lassen. Es entsprechen 100 Micron des originalen Objekts 88.5 Micron im oben abgebildeten Druck.

Säulen als Stützstruktur im 3D-Druck

Letzte Aktualisierung am 10. Juni 2014.

Im 3D-Druck werden Objekte üblicherweise erstellt, indem wie mit einer Heissklebepistole mehrere Schichten Plastik aufeinander aufgetragen werden. Das funktioniert mit Objekten, welche eine würfel- oder pyramidenähnliche Form haben hervorragend, doch wenn das Objekt mehr als nur Vorsprünge hat (Brücken zwischen Teilobjekten etc.), kann es notwendig werden, Stützstrukturen einzuarbeiten. Diese werden von den 3D-Slicerprogrammen wie z.B. Cura oder slic3r oft selbstständig erstellt. Es handelt sich dabei um weniger stark ausgeprägte Plastikstrukturen, welche nicht viel Druck aushalten (anders als die zum Objekt gehörenden Strukturen), aber genug Halt bieten, dass die Plastikfäden des Druckers darauf halten können und das Objekt druckbar wird.

Mit den automatisch erzeugten Stützstrukturen kann bei viele Projekten bereits brauchbar gearbeitet werden. Allerdings benötigen die normalerweise erzeugten Stützklötze oder Rautenstrukturen relativ viel Plastik und auch Druckzeit.

Bei dieser Problematik setzt die Software, welche beim B9Creator-UV-Drucker mitgeliefert wird, an: statt einem Raster aus Vierecken werden hier Säulen gedruckt, welche nicht so viel Zeit und Plastik in Anspruch nehmen. Da ein gewisses Mass an Überhang im 3D-Druck akzeptabel ist, können diese Säulen praktisch in jeder Orientierung ausgedruckt werden und das 3D-Objekt zusammenhalten.

 
Die Software des b9creator erzeugt Säulen statt der herkömmlichen Rauten-Supportstrukturen, um Objekte druckbar zu machen, welche am unteren Ende nicht zusammen hängen.
Die Software des b9creator erzeugt Säulen statt der herkömmlichen Rauten-Supportstrukturen, um Objekte druckbar zu machen, welche am unteren Ende nicht zusammen hängen.

Wie man hier einfach erkennen kann, ist es im Anschluss an den Druck auch viel einfacher, die erzeugten Supportstrukturen (hier die Säulen) vom eigentlichen Objekt zu trennen, da sie, anders als beispielsweise angehängte Rautenstrukturen, nur eine sehr kleine Berührungsfläche haben.

Eine andere Software, welche diese Technik anwendet, ist Meshmixer. Wahrscheinlich wird sie jedoch bald auch im Rest der 3D-Druck-Software Anwendung finden.

3D-Drucken mit Holzfilament

Letzte Aktualisierung am 10. Juni 2014.

Wer Holzskulpturen schön findet, im Schnitzen aber nicht so gut ist, für den gibt es jetzt Alternativen. Statt Skulpturen mit dem Messer aus einem Holzblock herauszuarbeiten, haben wir jetzt auch Filament für den 3D-Drucker, welches Holz enthält und daher einen sehr schönen, holzigen Anblick bietet:

3d printed octopus

Damit wird die Schnitzarbeit zur Modellierungsarbeit, den Rest macht der 3D-Drucker.

In der Starship Factory haben wir jetzt Holzfilament auf Lager. Aktuelle Preise für 3D-Drucke mit diesem und anderem Filament findet ihr auf unserem Wiki. Ihr seid herzlich eingeladen, bei uns vorbei zu schauen und selbst aus Holzfilament etwas zu schaffen. Natürlich dürft ihr bei uns auch gerne einfach Holz bearbeiten und etwas daraus schnitzen, wir stehen euch dabei gerne mit unserem Wissen und unseren Ideen zur Seite.

Das Octopus-Modell aus dem obigen Bild könnt ihr auf thingiverse herunterladen.

Multi Colored Full body iPhone4 Case

Letzte Aktualisierung am 10. Juni 2014.

Frisch aus dem Ultimaker: Multi Colored Full body iPhone4 Case von Thingiverse.

iPhone-Hülle

Durch die unterschiedlichen Materialeigenschaften der verschiedenen Farben ist der schwarz/weiss-Anteil leider etwas instabil geworden. Das GCode file war von den Temperaturen her auf die Hauptfarbe türkis ausgerichtet.